Schauspiel & Regie

Der Regisseur hat gute Arbeit geleistet, wenn sich für den Kinobesucher der Preis für das Abendessen, den Kinoeintritt und den Babysitter gelohnt hat. – Alfred Hitchcock

schauspiel

Vergangene Bühnenarbeiten als Schauspieler und Regisseur.

James Brown trug Lockenwickler | Schauspiel

12. August – 29. August 2026

Ort: Greuterhof Islikon

Ein tragikomisches Stück über Identität, Elternschaft und den schmalen Grat zwischen Wahn und Wirklichkeit, das auf berührende und absurde Weise die Frage stellt, was Normalität eigentlich bedeutet.


Schauspiel von Yasmina Reza

Regie: Giuseppe Spina

Trailer: Dominic Tinner

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Frankenstein | Regie

02. Juli bis 26. Juli 2026

Ort: Besucherzentrum Wildnispark Zürich Sihlwald

Ein abendlicher Waldspaziergang der Familie Frankenstein wird für Mary zu Albtraum und Inspiration. Der Haselstrauch als «Grenzbaum», obskure Zuchtversuche von künstlichem Leben, ein Blitzeinschlag und Spannungen zu ihrem Freund Victor befeuern ihre Fantasie.

Sie will einen Moment allein sein.

Da beobachtet sie ein unheimliches Wesen am Flussufer und wird gewahr, dass ihr Freund etwas damit zu tun hat. Fiktion oder Wirklichkeit? Ihre Gedanken brennen mit ihr durch;

Victor wollte schon immer den Tod überwinden. Mary stellt ihn zur Rede und will hinter sein Geheimnis kommen. Ihm gelang eine Sensation! Doch die erschaffene Kreatur funktioniert nicht nach Plan, ihre Missgestalt löst Schrecken und Verderben aus. Verletzungen, Frustration und Ausgrenzung lassen sie für ihren Schöpfer und seine Familie zur tödlichen Bedrohung werden. Mary erkennt in der Kreatur jedoch ein fühlendes Geschöpf, das nach Anerkennung und Liebe dürstet.

Psychologische Spannung, Wissenschaftswahn, gewitzter Grusel-Spuk und berührende Menschlichkeit weisen den Klassiker noch heute als Evergreen aus! Eine atmosphärische Neuinterpretation des berühmten Stoffes, eingebettet in das autobiografische Umfeld der Autorin – intensiv und brandaktuell. Mary Shelley war achtzehn, als sie den Roman schrieb:

«Wie kommt eine junge Frau dazu, sich eine so schauerliche Handlung auszudenken und sie auszuarbeiten?» Die Antwort liegt im Sihlwald und wartet auf Ihre Entdeckung!

Die Luschtige Wiiber | Regie

22. Mai bis 13. Juni 2026

Ort: Restaurant Rössli in Mettmenstetten

«Elvis», ein alternder Rockmusiker, will gleich zwei wohl- habende verheiratete Frauen verführen, um zu ihrem Geld zu kommen und so seine finanziellen Sorgen loszuwerden. «Kein Problem», denkt er, denn er hält sich nach wie vor
für unwiderstehlich. Sein Problem: Er überschätzt sich und unterschätzt die beiden Frauen. Als diese Freundinnen den bis auf die Namen gleichlautenden Liebesbrief vom selben Absender erhalten haben, beginnen sie, ihrerseits, Pläne zu schmieden. In der Folge wird der Möchtegern-Verführer nach Strich und Faden an der Nase herumgeführt. Drei Mal legen die Frauen den Köder aus, und drei Mal tappt «Elvis» in die Falle. An sein Ziel gelangt er nie, wohl aber sonst in höchst unangenehme Situationen. Ein unfreiwilliges Bad im Dorfbach ist noch das Gelindeste, das ihm zustösst.

«Elvis» ist eine zeitgemässe Variante von John Falstaff, der Hauptfigur in Shakespeares Komödie «Die lustigen Weiber von Windsor» aus dem Jahr 1597, und «Di luschtige Wiiber» ist eine Bearbeitung ebendesselben Stücks. Regisseur Peter Steiner hat es in der heutigen Zeit angesiedelt und nach «Mättmi» verlegt.

Angereichert wird die Haupthandlung durch zahlreiche Nebenstränge und markante Figuren. In der spukhaften, an den Sommernachtstraum erinnernden Schluss-Szene kommt es zur Klärung und zum Happy End – umso mehr, als mitten in diesem Verwirrspiel auch eine echte Liebesgeschichte ihre Erfüllung findet. Mit dabei: Der geläuterte Falstaff / «Elvis».

Wie ein roter Faden zieht sich Live-Musik durch das Stück. «Elvis» singt bekannte Rocksongs – vor allem von seinem Idol – und begleitet sich auf dem Klavier. Fabio Rieser, der musikalische Leiter, komponierte weitere Lieder und musikalische Zwischenspiele.

Das Original | Rolle

30. Oktober bis 23. November 2025

Ort: turbine theater

«Die Welt will getäuscht werden»

Maud will nur eines wissen: Ist das Bild, das sie zufällig in einem Trödlermarkt erwarb, ein Original des Malers Jackson Pollock? Sie ist davon überzeugt und hat Indizien dafür. Der Kunstexperte Percy sagt aber nein, es ist eine Fälschung. Das führt zu einem heftigen Disput, bei dem es bald nicht mehr um die Frage der Echtheit des Bildes, sondern um die Glaubwürdigkeit der betroffenen Menschen geht und um das, was letztendlich von Bedeutung ist.

In Anbetracht der weltweit grassierenden Fake News und Deep Fake-Kultur sucht die Aufführung die Antwort nach der Echtheit im ehrlichen und engagierten Spiel, worin zwei unterschiedliche Menschen um ihre eigene Wahrheit und Existenz kämpfen. Schonungslos, berührend und mit Witz! Ein weiterer Versuch, die Welt zu verstehen.

Lyonel Percy
Maude und Lyonel
Lyonel Percy

Der Abschiedsbrief | Regie

Premiere: 31. Oktober 2024, turbine Theater

Tournee ab Herbst 2026: Bernhardtheater Zürich, Tabourettli Basel, Hotel Laudinella, St. Moritz, Klibühni Chur, Kulturhaus Conters.

Schweizer Erstaufführung der neuen Tragikomödie von Audrey Schebat, die Ende 2023 in Paris mit Sophie Marceau und Francois Berléand erfolgreich uraufgeführt wurde; jetzt im turbine theater!

«Wir haben besseres zu tun, als Leute wie wir zu bleiben.»

Die Geschichte eines mutigen Aufbruchs in eine unbekannte Zukunft: Ein Ehepaar im letzten Lebensdrittel. Er mag nicht mehr und sie weiss nicht mehr weiter. Unverhofft kommt sie früher nach Hause. Fassungslos stehen sie vor ihren Abgründen und ziehen Bilanz; wütend, leidenschaftlich und geistreich; ringen um die grossen Fragen des Lebens und ihre Existenz. Kindheitserinnerungen wechseln sich mit intimen Geständnissen, schonungslosen Abrechnungen mit überraschenden Charmeoffensiven.

Eine Nacht, um sich endgültig zu verlassen oder von Neuem ineinander zu verlieben. Ein tragikomisches Kammerspiel mit einem Paar, das sich auf Augenhöhe begegnet, mit Höhen und Tiefen, genauso unerbittlich wie humor- und liebevoll.

Tonia Maria Zindel und Andrea Zogg

Dinner for WAM | Rolle & Regie

Daten: 03. September – 27. September 2025

Ort: Casino Theater, Winterthur

Schauspiel-Legende Walter Andreas Müller wird 80. Zu seinem Wiegenfest widmet ihm das Casinotheater Winterthur eine Komödie: «Dinner for WAM». An der Premiere gab’s Standing Ovations.

Neben WAM spielen Viktor Giacobbo, Christian Jott Jenny, Maja Brunner und Peter Niklaus Steiner mit.

Zum Stück: Alle wollen den 80. Geburtstag von WAM feiern – ausser dem Jubilar selbst. Es sei denn, er darf die Rolle spielen, die ihm wegen seiner Körpergrösse zeitlebens verwehrt geblieben ist: den Romeo in Shakespeares Liebesdrama.

«Romeo und Julia» ist nicht gerade das, was die Verwaltungsräte Viktor Giacobbo und Christian Jott Jenny auf der Bühne des Casinotheaters Winterthur zeigen möchten. Aber weil WAM ihnen keine Wahl lässt, engagieren sie mit Maja Brunner eine passende Julia und mit Peter Niklaus Steiner einen ambitionierten Regisseur. Und tun trotzdem alles dafür, dass WAM selber merkt, was für eine schlechte Idee das ist, und am Ende das spielt, was sie sich für ihn wünschen – das Singspiel, das Christian vorschwebt, oder den Sketch, den Viktor im Kopf hat.

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WAM als "Romeo"
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Christian Jott Jenny und Victor Giacobbo
Ohrfeige kassiert von Maja Brunner

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Papa Moll Hörspiel | Rolle

Datum: 2. Juni 2025

Ort: Tonstudio Hard

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Freitag ist Kiwi-Tag | Regie

Daten: 06. – 30. März 2025

Ort: Casino Theater, Winterthur

Als Bernhard Lehmann sich bei seiner Psychotherapeutin auf die Couch legt, berichtet er ihr von einem schockierenden Vorfall: In seinem Kühlschrank fehlt ein Joghurt! Eines seiner Lieblingssorte Kiwi, die er sich nur am Freitag gönnt! Für die Psychotherapeutin ist der Fall klar: Der Mann leidet unter Zwangsvorstellungen. Ganz anderer Meinung ist Lehmanns erwachsener Sohn: Er befürchtet, dass sein einsamer Vater unter Demenz leidet. Die Psychotherapeutin und der Sohn tun beide ihr Bestes, um dem verzweifelten Witwer zu helfen – bis sie erfahren, dass das mysteriöse Verschwinden des Kiwi-Joghurts einen ganz anderen Grund hat.

Mit Andrea Zogg, Susanne Kunz, Peter Zgraggen und Eva Maropoulos

Der Bauer als Millionär | Regie

Daten: 25. Januar – 29. März. 

Ort: Theatergesellschaft Stans

Ein romantisches Zaubermärchen von Ferdinand Raimund

Zum 200-jährigen Jubiläum zeigt das Theater Stans ein Stück, das es in seiner langen Geschichte schon dreimal aufgeführt hatte: 1891, 1911 und 1933. Ausserdem wurde das Stück 1826 im Theater in der Leopoldstadt in Wien uraufgeführt, es feiert also selbst sein (fast) 200-jähriges Jubiläum! Eine Jubiläen-Hochzeit!

«Hochmut kommt vor dem Fall» sagt ein Sprichwort, und eben dieses liegt der Geschichte zu Grunde: Die Fee Lacrimosa will ihre Tochter mit dem Sohn der Feenkönigin verheiraten. Das erbost die Königin so sehr, dass sie Lacrimosa mit einem Bann belegt, der nur durch die Bescheidenheit ihrer Tochter gelöst werden kann.

Lacrimosa übergibt ihre Tochter als Findelkind dem einfachen Waldbauern Wurzel, der «Lottchen» in aller Einfachheit erziehen und dafür sorgen soll, dass sie noch vor ihrem 18. Geburtstag einen armen Mann heiratet. Dafür würde er belohnt. Der von Lacrimosa abgewiesene «Neid» sinnt jedoch auf Rache und versucht das Unterfangen zu verhindern, indem er den Waldbauern einen Schatz finden lässt, der ihn protzig und gierig macht. Wurzel lebt jetzt in Saus und Braus in einer Stadtvilla und verlangt von Lottchen, nicht ihren geliebten, armen Fischer Karl zu heiraten, sondern einen reichen Juwelier. Da eilt die Zauberin Ajaxala herbei und steht für das Liebespaar ein, vergebens, Lottchen wird von Wurzel verstossen. Es klopfen die Jugend und das hohe Alter an die Tür, erstere kündigt Wurzel seine Gesellschaft und das hohe Alter macht ihn zum neuen Leidensgenossen, bis Wurzel seinen Reichtum endlich verflucht, der sich daraufhin verflüchtigt. Als reumütiger «Aschenmann» ist er mit Knecht Lorenz wieder in seine verfallene Waldhütte zurückversetzt. Die Zauberin Ajaxala versäumt es jedoch, Karl rechtzeitig von Wurzels Wandlung zu berichten, so schaffen es «Neid» und «Hass», Karl mit einem Zauberring zu versuchen, der ihn selbst reich macht. Lottchen aber, die im Tal der Zufriedenheit Zuflucht fand, kann den Reichtum nicht mehr ertragen und fällt beim Anblick von Karls Zauberring in Ohnmacht. So bleibt Karl nichts anderes übrig, als den Ring wegzuwerfen, um Lottchen’s Liebe zu empfangen. Sie schliessen sich in die Arme und Lacrimosa erhält ihre Feenmacht zurück.

Der Weg des Herzens führt zur Zufriedenheit, nicht der äussere Schein. Was früher als Moralität daherkam, hat der Wiener Theaterdirektor Ferdinand Raimund vor 200 Jahren als spektakuläres Zaubermärchen aufgeführt. Heute sagen wir: «Tradition performs Futur». Die Wahrheit ist die gleiche, aber sie zeigt sich in einem neuen Kleid. Mit Bewunderung für Raimund’s «Zaubermaschine» übernimmt die Inszenierung Teile davon und lässt sie in einem, dem Tal der Zufriedenheit nachempfundenen, modernen Bühnenbild von Damian Hitz und Kostümen von Nina Steinemann, die an einen phantastischen, fancy Heimatstil erinnern, neu aufleben!